Mario Donizetti wird heute als der wegweisende Vertreter derf igurativen Kunstrichtung angeschen. In einem ihm gewidmeten Bericht der CNN - International New York,
Elsa Klensch die seine Kunst als "eine der Zeit überlegenen
Qualität" bezeichnet, behauptet, daß ihn diese "timeless
quality" in der ganzen Welt berühmt gemacht hat.
Grundlegend
sind die Fresken und das Altarbild der historischen Basilika von Pontida (1955-58) wie die
Kreuzigung von umwältigender Macht, die sich im Schatzmuseum der Basilika von
St. Peter im Vatikan befindet, die Porträts (darunter Lady Diana Spencer, 1981, Joannes
Paul II, 1985, und Deng Xiaoping, 1997) auf der Titelseite des "Time"
Magazine's, die Porträts von Costanza, seiner Frau und Muse, die Künstlerporträts
(Marta Abba, Jean Louis Barrault, Rossella Falk, Renzo Ricci, Vittorio Gassman, Valentina
Cortese, Edvige Feuillère, Marcel Marceau). Im
Jahre 1983 wurde in den Museumssälen der "Pinacoteca Ambrosiana" in Mailand
eine Ausstellung mit seinen bedeutendsten Werken veranstaltet.
Hunderte nach der Natur gezeichnete anatomische
Darstellungen haben es ihm ermöglicht, ausreichendes Material für ein Anatomietext
vorzubereiten. Als Mitarbeiter von Zeitungen und
Zeitschriften hat er auch wichtige Artikel über die Restaurierung antiket Kunstschätze
und deren Instandhaltung herausgegeben.
Donizetti hat auch das Buch "Warum Figurativ?" "geschrieben, in welchem seine Argumente der Ästhethik ein Ziel haben das über die Verteidigung einer Wahl hinausgeht. Sie stellen eine notwendige Alternative zum Fundament der Kantschen ästhetischen Urteilskraft dar, die von Donizetti für einen doktrinaren Fehler und den Ausgangspunkt des modernen künsterlischen Informalismus gehalten wird. Wie Jean Louis Ferrier metaphorischerweise in "Le Point" schrieb, behauptet Donizetti, daß Kant, Hegel, Croce,... ont introduit le ver dans le fruit de la réalité, à savoir le subjectivisme... (den Wurm in die Frucht der Realität eingeführt haben, und zwar den Subjektivismus). "Warum Figurativ?" ist, von Seiten eines der großen wegweisenden zeitgenössischen Künstler, eine deutliche Kritik an der "Kritik der Urteilskraft" von Immanuel Kant.